Drawn to Death – Was ein schräger Shooter!

Blitzschnelle Arenakämpfe, komplett abgedrehte Waffen und echter taktischer Tiefgang: Stürzt euch mit PS Plus im April in die Action!

post img
Veröffentlicht am 07. April 2017 von Ulrich Wimmeroth

David Jaffe, das Gaming-Mastermind hinter Erfolgsspielen wie dem herrlich durchgedrehten Karambolagerennen Twisted Metal, Calling All Cars! oder God of War, meldet sich mit einer eigenen Firma und einem fantastischen neuen Spiel zurück. Bereits vor geraumer Zeit angekündigt, ist es jetzt endlich soweit. Mit Drawn to Death erscheint einer der härtesten, schnellsten und schrägsten Arena-Shooter aller Zeiten. Um genau zu sein: Jaffe nennt sein Werk einen Multiplayer only, Third-Person-Shooter/Brawler, exklusiv für die PlayStation 4. Und er gibt offen zu, dass es völlig durchgeknallt und superbrutal ist.

Seziert man das Wortungetüm von Genrebeschreibung wird klar, was Jaffe dem Spieler bieten will. Multiplayer only: Zur Sache geht mit bis zu vier Spielern, die sich online in einer Arena treffen. Keine Kampagne, kein Koop. Third-Person-Shooter/Brawler: Die Charaktere sind vollständig zu sehen, die Kamera befindet sich in der Verfolgerperspektive. Und es gilt nur ein Ziel: Den Gegner mit den verrücktesten Waffen und Kampftechniken ans Leder gehen. Pures Deathmatch. Der Grund mit dem Titel als PS Plus-Game zu starten: Jaffe wünscht sich, möglichst viele Spieler ansprechen zu können, die einfach mal kostenlos ein paar Runden ausprobieren möchten.

Das „Drawn to Death“, trotz der bekannten Spielmechanik, keine gewöhnliche Arena-Ballerei ist, wird schnell klar. Jaffe und sein Team haben sich in die Gefühlswelt eines imaginären Teenagers begeben, der ein Spiel auf den Seiten seines Schulheftes entwirft. Die Grafiken sehen wie Skizzen aus, die ein sehr talentierter Jugendlicher gemalt. Und sind weitgehend in einer stimmungsvollen schwarzweiß Optik gehalten, die einen harschen Kontrast durch rote Blutfontänen oder gelbes Mündungsfeuer erhält. Die Kämpfer, aus denen der Spieler sich seine Spielfigur wählen kann, scheinen einem sehr kreativen, aber auch sehr verdrehtem, Kopf entsprungen. Eine Art mörderischer Teddybär mit irrem Grinsen und übergroßer Kettensäge, ein tätowierter Muskelmann mit Irokesenschnitt, ein Cyborg, der seien Kopf in einen Abschussrampe für Miniraketen verwandeln kann oder ein Monster mit Vampirflügeln.

Gekämpft wird in einer postapokalyptischen Umgebung. Eine Ruinenstadt, in der an jeder Ecke die Tentakel einer riesigen Monsterkrake oder dämonische Fratzen zu sehen sind. Der Spieler springt an Hauswänden entlang, fliegt über die Dächer der Stadt oder rennt durch die Straßen. Und ballert dabei aus allen Rohren, um seine Punktekonto durch das möglichst brutale Exterminieren des Gegners aufzufüllen. Klingt simpel, aber mit sturem Ballern kommt man nicht weit. Der strategische Einsatz von Spezialwaffen, beispielsweise einem Luftangriff, eine in Flammen gehüllte Bowlingkugel oder das Auftauchen einer riesigen menschlichen Hand, die einen Feind mit einem Bleistift durchbohrt, ist der Schlüssel zum Erfolg. Waffen lassen sich aufrüsten, die Werte und Fähigkeiten der Spielfigur verbessern. „Drawn to Death“ hat wesentlich mehr zu bieten, als einen originellen Grafikstil und Over the Top-Brutalitäten.

Mehr Informationen:

Wie hat dir der Beitrag gefallen?