Alienation – Ballermänner an die Front!

Action, Explosionen und ganz viel Loot: Bei Housemarques Twin-Stick-Shooter Alienation ist bei PS Plus im Mai opulentes Alienmetzeln angesagt.

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Veröffentlicht am 05. Mai 2017 von Ulrich Wimmeroth

Die Redakteure von Digital Spy haben das spaßige Spielprinzip der Twin-Stick Alien-Ballerei Alienation kurz und knapp auf einen Nenner gebracht und ihren Test mit Destiny meets Diablo betitelt. Da können wir unseren angelsächsischen Kollegen eigentlich nur zustimmen, denn die finnische Softwareschmiede Housemarque hat es einfach drauf, satte Actionkost mit strategischen Extras zu würzen.

Nach dem Bullet-Hell-Spektakel und PS4-Launchtitel Resogun und der spielgewordenen Zombie-Apokalypse Dead Nation, gilt es diesmal der Invasion von gar fiesen Außerirdischen Einhalt zu gebieten, die unseren blauen Planeten fast schon komplett überrannt und unsere Mitmenschen dahin gemetzelt oder zu ekligen Mutanten verwandelt haben. Dazu schlüpft ihr in die Rolle eines UNX-Soldaten, der mit Exoskelett und schwerer Bewaffnung auf den Schlachtfeldern antritt, um die Menschheit vor der totalen Vernichtung zu bewahren.

Zombies oder Aliens, was macht das schon für einen Unterschied?

Wen ihr jetzt denkt, dass Housemarque mal eben die Zombies gegen Aliens ausgetauscht, ansonsten aber den erfolgreichen Vorgänger schlicht neuaufgelegt hat, liegt ihr glücklicherweise falsch. Zwar bezeichnen die Finnen Aliennation als „Spirtuellen Nachfolger“ der Untoten-Schlächterei und auf den ersten Blick mag die verwendete isometrische Perspektive und die kunterbunte Grafik ein Déjà-vu hervorrufen, aber der Unterschied liegt eben nicht nur in ein wenig optischer Kosmetik und veränderten Gegner-Skins, sondern entfaltet sich in einigen spannenden spieltechnischen Features.

Da wäre zum Beispiel die herrlich arcadige Twin-Stick-Steuerung aus Resogun und Super Stardust Delta, die, mit ein wenig Übung und Koordinationsfähigkeiten, für effektives Alien-Abschlachten sorgt. Mit dem linken Stick des Dualshock-Controllers wird der menschliche Recke gesteuert, mit dem rechten Stick auf den außerirdischen Abschaum gezielt und mit den Schultertasten gefeuert. Klingt einfach, ist es auch in den ersten paar Missionen, aber schon bald werden die Horden üppiger und neue, besonders zähe Alien-Typen rücken euch auf die Pelle. Bis ihr Level zwanzig erreicht, werdet ihr noch eine Menge Fluchen. Aber das macht eben den Reiz des Spiel-Spektakels aus.

Welche Klasse darf es sein?

Alienation wäre kein Housemarque-Produkt, wenn es nur um tumbe Ballereien ginge. Die optisch opulent in Szene gesetzte Pixelvernichtung, in der auf den großangelegten Schauplätzen wirklich kein Stein auf dem anderen bleibt, wird mit strategischen Komponenten kräftig Spielspaß gesteigert. Ihr könnt erst einmal zwischen drei unterschiedlichen Klassen wählen und als Bio-Spezialist, Tank oder Saboteur in den Krieg ziehen. Ob ihr jetzt lieber aus dem Hinterhalt als Bio-Spezialist eine effektive Giftspur auf dem Schlachtfeld hinterlassen wollt, Minen legt, einen tödlichen Nanoschwarm auf die Aliens loslasst und eure Kameraden heilt oder lieber als Tank mit einer Minigun an vorderster Front stehen möchtet, bleibt eurem individuellen Spielstil überlassen.

Jede Klasse verfügt über ein enormes Arsenal an Waffen und Fähigkeiten, die vom persönlichen Schutzschild bis zur Beorderung eines vernichtenden Luftschlages für reichlich Flächenschaden reicht. Neue Fähigkeiten erlangt ihr über das fleißige Sammeln von Erfahrungspunkten, die euren Helden immer mächtiger machen, was auch dringend notwendig ist, denn jedes neue Level überrascht mit tückischen Gegnern. Wählt ihr den normalen Spielmodus, erleichtern euch Checkpoints das Leben enorm, denn ihr werdet sterben, das können wir schon mal garantieren. Wer sich seiner Sache sicher ist, wählt den Hardcore-Modus, der das Spiel nach eurem virtuellen Ableben schlicht beendet.

Loot, Loot, Loot!

Grundsätzlich könnt ihr Alienation alleine spielen, so richtig Laune macht die isometrische Schnetzelei aber im lokalen Koop oder im Online-Multiplayer-Modus mit bis zu vier Spielern. Denn erst der Einsatz aller Klassen im Zusammenspiel macht den Sieg nicht nur einfacher, sondern sorgt auch für strategische Einsatzmöglichkeiten, wenn ihr Gegnergruppen in einen Hinterhalt lockt oder der Tank die Aufmerksamkeit eines Boss-Aliens auf sich zieht und die Kameraden mit seinem Schild schützt, während der Bio-Spezialist Gift versprüht und sich der Saboteur dank seiner Unsichtbarkeitsfähigkeit nah heranschleicht und aus nächster Nähe verheerende Spezialwaffen einsetzt.

Ganz wichtig: Um Frustprobleme in den Griff zu bekommen – der Schwierigkeitsgrad zieht nach einer Weile ganz ordentlich an – solltet ihr einfach alles einsammeln, was getötete Aliens so hinterlassen und sich in der Umgebung sonst noch finden lässt. Die schiere Menge an Materialien, Upgrade-Pods, Verbesserungen des Exoskeletts und Waffen der unterschiedlichsten Seltenheitsstufen, ist beachtlich.

Und auch anscheinend nutzlose Dinge können eingeschmolzen und zu Rohmaterial verwandelt werden, mit dem sich eure Ausrüstung noch mal aufwerten lässt. Die immer bestmögliche Bewaffnung werdet ihr auch dringend brauchen, wenn ihr auf den riesigen, vertikal verschachtelten Schlachtfeldern in Amerika, Russland oder auch auf einem Alienschiff für das Überleben der Menschen kämpft.

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