Diablo III: Eternal Collection – Der Fürst der Finsternis kehrt zurück

Im dritten Teil der legendären Saga geht es erneut gegen das ultimative Böse. Könnt ihr seine unermessliche Macht brechen und so der Tyrannei in Diablo III ein Ende bereiten?

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Veröffentlicht am 08. Februar 2018 von Stefan Kluger

“The smell of death surrounds me”, sprach unser Held in Diablo, als wir 1996 erstmals das finstere Verlies betraten. Und schon damals gelang es Kultentwickler Blizzard, durch dichte Atmosphäre und einer beispiellos akkuraten Suchtspirale (Kämpfen, Looten, Leveln) ein gesamtes Subgenre mit einem Schlag wiederzubeleben. Der Nachfolger – Diablo II – setzte nach und gilt für viele Spieler als bestes Action-RPG aller Zeiten. Und mit Diablo III: Eternal Collection zeigte sich deutlich, dass es sich auf PlayStation 4 mindestens so gut metzeln lässt wie auf PC. Schließlich sorgt die direkte Steuerung mittels DualShock4-Controller für eine noch intensivere Spielerfahrung.

Praktisch, dass der dritte Teil des Franchises gerade als Angebot der Woche gehandelt wird. Damit bekommt ihr ein dickes Paket, welches das Hauptspiel, die Erweiterung Reaper of Souls sowie das Add-On Rückkehr des Totenbeschwörers enthält. Spart jetzt satte 64 Prozent, während der Titel aktuell für nur 24,99 Euro (statt 69,99 Euro) zu haben ist. Gilt jedoch nur bis zum 15. Februar 2018, 00:59 Uhr.

Der Kampf geht weiter

Solange die Reihe existiert, mussten die tapferen Helden gegen Diablo höchstpersönlich antreten. Doch in jedem der finsteren Kapitel gab es auch stets andere schreckliche Gestalten, die nach Macht und Zerstörung gierten. Das trifft ebenfalls auf Diablo III: Eternal Collection zu, wo sich der fünfte und letzte Akt Reaper of Souls mit Malthael befasst, der sich dem Tod verschrieben hat und die Menschheit ein für alle Mal in den Abgrund stürzen will. Als Abkömmling der Nephalem ist es eure Pflicht, diesen Machenschaften ein Ende zu bereiten. Praktisch, dass diese große Aufgabe mit ebenso gewaltigem Spielspaß verbunden ist.

Dabei stellt sich bereits die Charakterauswahl als erste große Hürde heraus. Schließlich besitzen die tapferen Recken allesamt reizvolle, einzigartige Fähigkeiten, um gegen die dunkle Brut bestehen zu können. Und neben den männlichen wie weiblichen Formen von Barbar, Dämonenjägerin, Mönch, Hexendoktor, Zauberin sowie Kreuzritter gibt es in diesem Spielpaket zusätzlich den Totenbeschwörer, den Veteranen mit Sicherheit aus dem Vorgänger kennen.

Allianz gegen das Böse

Habt ihr euch letztlich für einen der Helden entschieden, geht es wie gewohnt schnell zur Sache. Unzählige Gegner gilt es zu plätten, ständig auf der Suche nach besserer Ausrüstung, um aus eurem Charakter möglichst viel herauszuholen. Eingebettet in eine souverän erzählte, spannende Story demonstriert Blizzard einmal mehr, weshalb die Reihe auch heute noch große Bedeutung hat. Denn die Motivationskurve steigert sich behutsam, aber unaufhaltsam in die höchsten Gefilde, in die man als Gamer nur gelangen kann. Und das ist noch nicht alles.

Zur Bestform läuft Diablo III nämlich erst mit einem (oder zwei oder drei) menschlichen Mitstreiter(n) auf. Schließlich ist auch der Koop-Modus perfekt an die Action angepasst und eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Allein die Tüftelei, wie am besten die jeweiligen Skills abgestimmt werden, ist eine Mission für sich. Und habt ihr erstmal den Dreh raus, stellt sich rasch ein betörender Flow ein, der euch alles ringsum vergessen lässt. Eine Fähigkeit, die kaum ein anderer Hersteller in diesem Ausmaß zu bieten vermag.

Nachdem die Kampagne erfolgreich abgeschlossen wurde, schaltet ihr den Abenteuermodus frei. Dort dürfen die einzelnen Akte nach Belieben ausgewählt werden – inklusive aller Wegpunkte, jedoch ohne Story. Ideal, um ohne Ballast eifrig zu kämpfen, zu looten und zu leveln. Zudem ist jeder Abschnitt in sämtlichen Schwierigkeitsgraden verfügbar. Darüber hinaus gibt es mit dem Kopfgeld-Modus noch eine weitere Steigerung. Hier winkt für die Durchführung bestimmter Aufgaben eine Belohnung, was zusätzlich motivieren soll.

So macht ihr euch auf, eine gewisse Art von Monster zu töten. Andererseits kann die Aufgabe ebenfalls sein, ein spezielles Event zu überstehen. Neben Gold, Erfahrung und weiteren legendären Gegenständen kommt ihr dadurch an die seltenen Portalsteine, die Zugang zu den Nephalem-Rissen gewähren.

Alternative Wege

Und die Risse (vormals Beutezüge) sind vor allem für eines gut: fette Beute! Öffnet etwa den Nephalem-Obelisken im Basislager; der verursachte Riss bleibt dann für die Dauer des Besuches offen. Dabei sind die Level, die komplett prozedural generiert sind, in rund zehn bis fünfzehn Minuten zu bewältigen. Das führt regelmäßig zu abwechslungsreichen Verhältnissen. Wenn es in der Wüste plötzlich regnet und ortsfremde Dämonen erscheinen, regiert kurz die Irritation. Doch viel Zeit bleibt nicht, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Und da auch die Anzahl der vorhandenen Ebenen sowie der jeweilige Endgegner völlig willkürlich sind, fühlt sich das Ganze erfrischend unberechenbar an.

Dass die Entwickler Humor besitzen, zeigt sich dabei einmal mehr. Denn wo, bitte, gibt es sonst noch die Chance, plötzlich auf Regenbogen und Killer-Einhörner zu treffen? Grandios.
Darüber hinaus verfügen selbst die Schreine über andere Vorzüge als in der Kampagne. Freut euch hier auf Benefits wie temporäre Unbesiegbarkeit oder signifikant erhöhte Laufgeschwindigkeit; allesamt reizvolle Dinge, die im Hauptspiel wohl die Balance gestört hätten.

König des Gemetzels

Mit Diablo III: Eternal Collection bekommen Fans der Reihe das definitiv beste Paket, das für den dritten Teil jemals geschnürt wurde. Sowohl Hauptspiel als auch die Erweiterung Reaper of Souls begeistern auch heute noch uneingeschränkt. Und vom mitgelieferten Totenbeschwörer profitieren nicht nur Nostalgiker. Schließlich verfügt jene Charakterklasse über ein äußerst reizvolles Repertoire an Fähigkeiten, das jeder Spieler mal in Aktion gesehen haben sollte.

Gigantische Dungeons, eine Vielzahl an heimtückischen Bestien und ein dynamisches Charakter- und Levelsystem machen – zusammen mit den unglaublich reichhaltigen Schätzen – ein nahezu perfektes Action-Rollenspiel. Und wenn ihr im lokalen Koop-Modus gemeinsam gegen das ultimative Böse kämpft, wird es mit Sicherheit den ein oder anderen Magic Moment geben. Denn eines ist gewiss: So poliert und durchdacht ist kein anderes Spiel im Genre. Ein moderner Klassiker!