Die Wahl der Waffen – Elite: Dangerous lässt euch gewaltige Freiheiten

Betreibt Handel, erforscht die unendlichen Weiten oder macht euch als skrupelloser Pirat einen Namen. In diesem Weltraum-Epos geht ihr jenen Weg, der zu euch passt.

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Veröffentlicht am 05. Oktober 2017 von Stefan Kluger

Die Handels-Weltraumsimulation Elite ist legendär. So wie ihr Schöpfer Davide Braben, der mit seiner aktuellen Reinkarnation den Klassiker auf PlayStation 4 auferstehen lässt. Dabei geht es einmal mehr darum, wie ihr ans Ziel gelangt. Schließlich bietet kaum ein anderes Spiel mehr Wahlmöglichkeiten als Elite Dangerous.

Gigantische Freiheiten

Gehört ihr zu jenen Spielern, die gar nicht genug Freiheit besitzen können? Die ein wohliges Kribbeln verspüren, wenn die gebotene Spielwiese nicht nur groß, sondern schier unendlich ist? Dann ist Elite: Dangerous allein deshalb schon ein idealer Platz, um euren spielerischen Vorlieben zu frönen. Denn hier wird einem nicht bloß vorgegaukelt, man hätte die Wahl – sie ist tatsächlich mannigfaltig vorhanden! Und das betrifft nicht nur die Möglichkeit zu fliegen, wohin es euch gerade beliebt, sondern auch die unterschiedlichen Spielstile, über die das Abenteuer verfügt.

Falls ihr schon immer einmal mit geschicktem Handel euren (Gamer-)Alltag bestreiten wolltet, habt ihr jetzt Gelegenheit dazu. Denn hier ist es endlich möglich, als Geschäftsmann erfolgreich zu sein, indem ihr auf Handelsrouten zwischen den Stationen in unzähligen Galaxien Gewinnmaximierung betreibt. Es ist zunächst ein steiniger Weg. Doch schon bald winken massenhaft Credits, die ihr in neue Schiffe, Ausrüstung und mehr stecken könnt.

Dagegen gestaltet sich das Leben als Pirat merklich anders. Jagd unvorsichtige Piloten, stehlt ihre Fracht und verkauft sie einem zwielichtigen Händler fernab üblicher Locations. Falls das mehr nach eurem Geschmack ist, seid jedoch gewarnt: Kopfgeldjäger werden sich schon bald an eure Fersen heften. Ein beschauliches Leben müsst ihr anderswo suchen, Nervenkitzel gibt es dagegen en masse.

Oder ihr lasst euch ganz einfach treiben und seht, welche Abenteuer und Schätze in den unendlichen Weiten auf ihren Entdecker warten. Ganz nebenbei könnt ihr so Wissenswertes über ferne, bislang unbekannte Galaxien und deren Beschaffenheit erfahren, was mal mehr, mal weniger nützlich für den weiteren Verlauf ausfällt. Doch allein die Option zu haben, auf eigene Faust durchs All zu streunen, übt eine ganz besondere Faszination aus.

Eine Welt im Wandel

Mit fortlaufendem Abenteuer entspinnt sich eine sich ständig verändernde Welt, deren politische und ökonomische Entwicklungen glaubhaft dargestellt werden. Dabei gelang den Machern eine Gratwanderung: Während ihr zwar einiges bewegen und gestalten könnt, keimt niemals das Gefühl auf, alles in der Hand zu haben. Schließlich ist man lediglich ein kleiner Bestandteil eines unfassbar gigantischen Universums.

Laufend Bewegung ist auch in den Schiffen und den vorhandenen Optionen drin. Wird jedes zunächst nur mit einer Basis-Ausstattung geliefert, baut ihr jene Vehikel mit der Zeit eindrucksvoll aus. Diverse Laser, Geschütze und Schilde auf der einen, erweiterter Frachtraum und optimierter Hyperraum-Antrieb auf der anderen Seite: Mit Ruhm und Ehre kommt in diesem Fall glücklicherweise auch Reichtum hinzu, der euch zu einigen Annehmlichkeiten verhilft.

Nicht zu vergessen ein vergrößerter Tank, der sich nicht bloß einmal als Lebensretter bewähren wird. Denn in manchen Systemen sucht man vergeblich nach auch nur einer einzigen Station, die als Tankstelle fungiert. Und wer etwas von den Rohstoffen haben will, die sich auf diversen Himmelskörpern befinden, sollte zudem in seinen Abbau-Laser investieren. Damit mit mehr Effizienz und Optionen geschürft wird.

Vielfältiges Gesamtpaket

Missionen sind das Kernelement des Spiels. Wie bereits erwähnt, könnt ihr natürlich auch auf eigene Faust und ohne konkreten Auftrag losziehen. Für all jene, die jedoch eine gewisse Struktur bevorzugen, lohnt es sich, hier einzuhaken. Nehmt Missionen von den verschiedensten Fraktionen an, die sich in Sachen Aufwand, Tätigkeit und Schwierigkeitsgrad voneinander unterscheiden. Stellt aber sicher, dass ihr und euer Schiff bereit seid, bevor ihr euch auf den (oftmals langen und vor allem gefährlichen) Weg macht.

Während es andere Vorgehensweisen gibt, die in kürzerer Zeit mehr Geld versprechen, seid ihr hier tendenziell auf der sicheren Seite. Zwar werden euch regelmäßig Piraten daran zu hindern versuchen, den ein oder anderen Botengang auszuführen, doch die Auseinandersetzungen sind anfangs nicht sonderlich bedrohlich. Und falls ihr dennoch mal nicht kämpfen wollt (oder könnt), bleibt immer noch die Flucht. Dabei lohnt es sich, für eine bestimmte Fraktion mehrere Jobs zu erledigen, da mit fortlaufendem Erfolg kontinuierlich lukrativere Quests verfügbar gemacht werden.

Neben dem Storymodus gibt es eine Mehrspieler-Arena, die mit Deathmatch, Team Deathmatch sowie Capture the Flag bewährte Spielarten anbietet. Umso mehr Zeit ihr dort verbringt, desto mehr Erfahrungspunkte sammelt ihr, steigt im Rang auf und schaltet eine Menge neuer Schiffe sowie diverse Ausrüstungsteile frei. Eine feine Ergänzung, die die Kampagne äußerst unterhaltsam ergänzt. Somit ist Elite Dangerous ein rundum gelungenes Abenteuer, eine gigantische Space Opera, wie es sie auf PlayStation 4 noch nicht gegeben hat. Also zögert nicht, sondern stürzt euch in jene gewaltige Welt, die unzählige spannende Spielstunden für euch bereithält.

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