Grand Theft Auto: The Trilogy – Mehr Gangster geht nicht!

In der klassischen GTA-Trilogie ist einfach kein Platz für Moral und Gesetzestreue. Und das ist auch gut so!

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Veröffentlicht am 01. September 2017 von Ulrich Wimmeroth

Eigentlich sollte ein Verkehrspolizist im ersten Grand Theft Auto die Hauptrolle übernehmen und der Spieler dafür sorgen, dass die Gesetze eingehalten und die Straßen sauber bleiben. Allerdings bitte schön nach Vorschrift, also keine Maniac Cop-Allüren und das Durchsetzen von Strafzetteln mit der abgesägten Schrotflinte. Klingt eher nach einem müden Beamtensimulator, denn einem Actionspiel, das im Laufe der Zeit mehrere hundert Millionen Einheiten an Freizeitgangster abgesetzt hat? Genau das haben sich die Entwickler von DMA Designs, später Rockstar Games auch gedacht und einen Kriminellen als Protagonisten entworfen.

So ganz ohne Moral und dem Fokus auf eine blühende Gangsterkarriere spielt es sich doch gleich viel befreiter. Eine weise Wahl, denn die GTA-Serie gehört zweifelsfrei zum Erfolgreichsten, was die Videospielindustrie zu bieten hat. Aktuell gibt es Grand Theft Auto: The Trilogy mit GTA III, GTA: Vice City und GTA: San Andreas in den schicken Remastered-Versionen für die PS4 für schlanke 19,99 Euro im PlayStation Store (statt 34,99 Euro – eine Ersparnis von 42 %). PlayStation Plus-Mitglieder erhaltenh zusätzlich 10 % Rabatt. Wenn ihr zu den Rockstar-Späteinsteigern gehört und erst mit Grand Theft Auto V so richtig auf den Geschmack des kriminellen Großstadtlebens gekommen seid, hier noch ein paar kurze Infos zu den definitiven Klassikern der Mega-Serie.

Grand Theft Auto The Trilogy

Grand Theft Auto III

Der Auftakt der Trilogie wurde schon 2001 auf der PS2 eingeläutet und war das erste Spiel der Reihe mit 3D-Grafik. Die übrigens vor mehr als 15 Jahren von der GameStar als revolutionär bezeichnet wurde. Für die PS4-Version ordentlich aufpoliert kann sich das Gangster-Epos auch heute noch hervorragend spielen lassen, ohne einen Anfall an Augenepilepsie zu befürchten. Ganz so schick wie die aktuellen Ableger geht es optisch nicht zu, aber das macht das immer frische Spielprinzip locker wett. Worum geht es? Ihr findet euch in der Rolle von Claude wieder, der nach einem Bankraub von seiner Freundin und Komplizin betrogen wird und im Knast landet. Dort werden Rachepläne geschmiedet und nach der Entlassung geht es auf einen Feldzug gegen die untreue Braut, der sich gewaschen hat.

Mafia, Yakuza, Latino-Gangs; Kolumbianische Kartells: In der fiktiven amerikanischen Großstadt Libertys City – ein Abbild von New York – geht es zu, wie in einem Martin Scorsese Film und es darf hemmungslos geraubt, gekillt und gegen alle Gesetze nach Lust und Laune verstoßen werden. Ihr könnt den Hauptmissionen folgen, um schlussendlich eurer Gangsterbraut entgegenzutreten, euch reichlich Nebenmissionen gönnen oder einfach ganz nach Belieben die Gegend unsicher machen und dabei möglichst der Polizei aus dem Weg geht. Und das natürlich auch in dem ihr euch einfach ein Fahrzeug klaut, um zum nächsten Ort des Geschehens zu kommen. Heißt ja nicht umsonst Grand Theft Auto.

Grand Theft Auto The Trilogy

Grand Theft Auto: Vice City

Kennt ihr noch die Fernsehserie Miami Vice? Die bonbonbunten Abenteuer des Polizistenduos James „Sonny“ Crockett und Ricardo Tubbs waren in den 1980er Jahren ein Megahit. Und auf diesem Neonlook baut Grand Theft Auto: Vice City auf, dass chronologisch übrigens ein Prequel zu GTA III darstellt. Hier geht es um die bleihaltige Geschichte von Thomas „Tommy“ Vercetti, der nach 15 Jahren gesiebter Luft nach der Entlassung nichts besseres zu tun hat, als erstmal einen Drogendeal abzuwickeln. Der geht ordentlich schief und Tommy entkommt dem Angriff einer maskierten Bande nur ganz knapp, verliert aber das Geld und die Drogen. Die sollt ihr euch nun zurückholen, koste es was es wolle.

Klar, das geht natürlich nur durch den Einsatz von massiver Gewaltanwendung. Das Spielprinzip aus Fahren, Ballern und noch mehr Ballern wird um den Kauf von Immobilien erweitert. Diese dienen nicht nur als gute Geldanlage und zur Erpressung von Schutzgeldern, sondern können auch zum Speichern genutzt werden. Und ihr könnt euren Tommy nach Wunsch einkleiden, natürlich meist im schrecklichen Gewand der 1980er-Jahre. Aber pastellfarbene Hosen, Slipper ohne Socken und Hawaiihemden haben auch so ihren Reiz. Ein weiterer Vorteil des Shoppens: Mit neuen Klamotten wird der Fahndungslevel gesenkt.

Grand Theft Auto The Trilogy

Grand Theft Auto: San Andreas

Im insgesamt fünften Teil der Serie – und dem Abschluss der GTA-Trilogie – legt Rockstar Games ordentlich an Umfang zu. Diesmal wird nicht nur eine einzige Stadt zum Befahren angeboten, sondern gleich ein ganzer Bundesstaat mit drei Metropolen. Dabei zielt das fiktive San Andreas auf Kalifornien ab und die Schaustädten sind als Los Angeles, San Francisco und Las Vegas klar erkennbar. Gemäß dem bekannten Mach doch was du willst-Prinzip darf wieder nach Herzenslust verbrechert werden und dazu bietet die riesige offene Welt reichlich Optionen. Allerdings sollte ein Blick auf das aktuelle Fahndungslevel immer dazu gehören, bevor es in der Rolle von Carl Johnson daran geht, die Straßen voller Gangs unter die Kontrolle zu bekommen. Denn das Auge des Gesetzes ist stets wach und es kann verdammt unangenehm werden, wenn ein Dutzend Streifenwagen hinter einem kleben. Neu: Protagonist CJ kann sich ducken, klettern, schwimmen und tauchen. So lässt sich jeder Winkel der üppigen Open-World erkunden. Und es gibt sehr viel zu entdecken, das dürft ihr uns ruhig glauben.

Grand Theft Auto The Trilogy

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