Just Cause 3 – So geht Action!

Ein-Mann-Armee Rico Rodriguez soll einen fiesen Diktator stürzen und legt dabei ein ganzes Inselparadies in Schutt und Asche.

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Veröffentlicht am 04. August 2017 von Ulrich Wimmeroth

Diktatoren-Schreck Rico ist wieder am Start und legt sich in der Open-World-Zerstörungsorgie Just Cause 3 mit dem ganz besonders üblen General Di Ravello an. Dieser hat sich ausgerechnet das Inselparadies Medici ausgesucht, um seine (Alb)Träume von der Weltherrschaft mit Gewalt zu verwirklichen. Keine gute Idee, denn Überheld Rico Rodriguez hat in Just Cause 3 eine ganz besonders innige Beziehung zu dem mediterranen Urlaubsland.

Gewalt ist doch eine Lösung

Irre Diktatoren mit Welteroberungsgelüsten sind für Über-Actionheld Rico wirklich nichts Neues, hat der Agent des amerikanischen Geheimdienstes doch schon in Just Cause 2 das fiktive Panau von seinem ungeliebten Herrscher Pandak „Baby“ Panay bereit. Und wie es sich für den Chuck Norris der Spielewelt gehört, natürlich unter dem Einsatz von extremer Gewaltanwendung. Und für den Ausflug ins malerische Medici toppen die Entwickler der schwedischen Avalanche Studios den bereits schwindelerregenden Actionanteil mühelos und bieten eine riesige offene Welt, in der Rico sich nach Herzenslust austoben und kreativ alles in Schutt und Asche legen kann. Und das nutzt Rico auch aus, denn diesmal ist es nicht nur ein einfacher Einsatz zur Weltrettung, das ist ja für den Agenten mit den dicken Wummen Tagesgeschäft, sondern es wird auch noch persönlich. Wurde Rico doch in Medici geboren und doch nicht einfach so zusehen, wie seine Heimat von dem größenwahnsinnigen General gnadenlos unterjocht und ausgebeutet wird.

Just Cause 3

Seltene Erden

Worum geht es in Just Cause 3 eigentlich? Auf Medici wird das seltene Element Bavarium abgebaut, das sich ganz hervorragend zum Bau von besonders dicken Bomben eignet. Da bekommt sogar die amerikanische Regierung kalte Füße und möchte doch lieber den Despoten unterstützen, um irgendwie an das wertvolle Material zu kommen. Also quittiert Rico kurzerhand den Dienst und will, mit der Unterstützung der örtlichen Rebellen, Di Ravello im Alleingang stürzen. Der hat allerdings die malerische Insellandschaft mit militärischen Einrichtungen und Lagern zugepflastert und verfügt über einen nicht enden wollenden Nachschub an Soldaten, Panzern, Kanonenbooten und Kampfhubschraubern.

Also geht Rico es erst einmal langsam an und befreit einen Ort nach dem anderen, in dem er alle Soldaten beseitigt, die Propaganda Di Ravellos, zum Beispiel Plakate und Radiostationen, zerstört und zum krönenden Abschluss die riesige Statue des Generals zum Einsturz bringt. Habt ihr das alles erledigt, übernehmen die Rebellen den Ort und ihr habt ein Problem weniger. Je mehr die Rebellen ihr Land zurück gewinnen konnten, desto besser wird auch eure Versorgung mit Waffen und Fahrzeugen. Die könnt ihr euch dann einfach über das Hauptmenü bestellen, anstatt dem Gegner bei den Schusswechseln abzunehmen, und die Lieferung wird per Hubschrauber in einem Container angeliefert. Also, wenn ihr schnell einen Panzer braucht, um einen Festung, einen Hafen oder einen Flugplatz dem Erdboden gleich zu machen, dann genügt ein kurzer Funkspruch. Aber bis es soweit ist, gilt es alles zu zerstören, was auch nur entfernt nach Diktator riecht.

Just Cause 3

Mach doch, was du willst!

Ihr könnt euch von Beginn an frei in der üppigen Spielwelt bewegen. Diese besteht aus mehrer großen Inseln und bietet euch eine abwechslungsreiche Landschaft, die von sonnigen Stränden bis zu schneebedeckten Bergen reicht. Überall, und wir meinen wirklich überall, findet ihr Befestigungen, Häfen, Flugplätze, Ölbohr-Plattformen oder für die Infrastruktur wichtige Kraftwerke, die nur darauf warten optisch opulent zerstört zu werden. Ob ihr dazu einen Panzer oder Hubschrauber kapert, herumstehende Geschütze der Gegner besetzt, Raketenstellungen hackt, so dass diese auf die eigenen Flugzeuge schießen oder mit eurem unendlichen Vorrat an C4-Sprengstoff alles wegbombt, was im Weg steht, bleibt euren persönlichen Vorlieben überlassen. Hauptsache es knallt und ihr sammelt fleißig Chaospunkte. Die lassen sich nämlich hervorragend zur Verbesserung eurer Fähigkeiten verwenden.

Und die solltet ihr immer im Auge behalten, denn die Gegner werden im Verlauf immer stärker und zahlreicher. Besonders interessant ist der Einsatz von Ricos Greifhaken, der nicht nur zur schnellen Fortbewegung äußerst nützlich ist. Bis zu sechs Seile lassen sich abfeuern, an Objekten befestigen, und so großflächig enormen Schaden anrichten. Physikalisch korrekt, lassen sich so Hebel- und Zugeffekte bewirken, die brennende Kerosinfässer gegen Soldaten schleudern oder sogar Autos gegen Panzer katapultieren. Noch mehr Infos zu euren Möglichkeiten der totalen Zerstörung, findet ihr in dieser ausführlichen Übersicht.

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Wingsuit-Weitflug und Schrottplatz-Rennen

Wie wäre es denn mal mit einem Wingsuit-Weitflug oder Rennstrecken, bei denen ihr mit Autos, Flugzeugen oder Booten einen Parcours meistern sollt? Wenn ihr mal eine kurze Pause vom killen der Diktatoren-Schergen eiinlegen wollt, gibt es gut ein Dutzend abwechslungsreiche Herausforderungen, bei denen ihr euch gewohnt chaotisch betätigen könnt. So gibt es mit dem Scrapyard Scramble eine Aufgabe, bei der ihr an einem Wagen einen riesigen Magneten hängen habt. Damit heizt ihr über den Schrottplatz, sammelt Bavarium ein und sollt das Gestein zu einer bestimmten Stelle bringen. Dabei machen euch gegnerische Autos zu schaffen, die euch rammen. Und explosive Fässer, die euer Magnet auch anzieht, machen euch das Leben schwer.

Oder das enorm spaßige Crash the Bomb: Hier bekommt ihr eine fette Bombe an euer Auto, müsst in einem Zeitlimit ein vorgegebenes Ziel auf der Karte erreichen und euer fahrendes Projektil ins Ziel steuern. Aber natürlich im allerletzten Augenblick vorher, während der vollen Fahrt, abspringen. Das macht nicht nur ordentlich Spaß, sondern schaltete auch Mods, Verbesserungen für Rico, frei. Beispielsweise schnellere Lieferung von Waffen und Fahrzeugen oder ein Feature, dass eure C4-Ladungen nicht explodieren, solange ihr in der Nähe seid und so selber Schaden nehmen könntet.

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