Keine Macht den Drogen – Mit Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands durch den Dschungel Boliviens

Ein größenwahnsinniger Drogenboss gefährdet zunehmend die Stabilität des Landes. Und es liegt allein an euch, diesem finsteren Treiben ein Ende zu bereiten

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Veröffentlicht am 12. Oktober 2017 von Stefan Kluger

Schauplatz Bolivien: Ein besonders skrupelloser Schurke ist drauf und dran, eine Diktatur in dem schönen, aber krisengebeutelten Land zu errichten. Doch natürlich sieht die Spezialeinheit Ghost Recon hier nicht tatenlos zu und schickt vier ihrer besten Agenten ins Feld. Eine Truppe, die ihr gewohnt taktisch einsetzt, um euch beständig zum Kopf der Hydra hinzuarbeiten. Zuerst sind jedoch die Handlanger samt ihrer Gefolgschaft dran, die jeweils eine bestimmte Region im Land unter ihrer Kontrolle haben. Allerdings ist es ein taktisch anspruchsvoller Weg, den ihr hier zu beschreiten habt. In einer offenen Spielwelt, die sich wahrlich sehen lassen kann.

Als Angebot der Woche ist Tom Clancy’s Ghost Recon® Wildlands – Deluxe Edition jetzt im PlayStation Store besonders günstig zu haben. Für nur 34,99 Euro (statt 79,99 Euro, ein Rabatt von 56 Prozent) steht der Taktik-Shooter zum Download bereit.

Bedrohtes Paradies

Diese Open-World ist eine Wucht! Bereits beim ersten Flug über das Land wird klar, was hier alles auf euch wartet: gigantische Weiten, nahezu undurchdringlicher Dschungel, pulsierende Städte. Dabei ist nicht bloß die Masse an Schauplätzen bemerkenswert, sondern auch die technische Umsetzung mehr als gelungen.

Als gestählter Elite-Soldat übernehmt ihr zusammen mit euren drei Gefährten Stück für Stück okkupiertes Land, um schließlich der Wurzel allen Übels gegenüberzutreten. Doch bis dahin ist es ein langer Weg; schließlich muss viel erledigt werden, bis auch nur ein kleines Stückchen Erde frei von Angst und Terror ist. Ihr solltet euch gewissenhaft um die jeweils aktuellen Story-Missionen kümmern, die eine Fülle an Nebenaufgaben freischalten, welche wiederum viele neue Möglichkeiten im Kampf gegen die Verbrecher eröffnen.

In Ghost Recon Wildlands ist immer was zu tun, wobei die Abwechslung niemals zu kurz kommt. Denn die Entwickler haben jene Welt so geschickt mit Leben und glaubhaften Ereignissen gefüllt, dass ihr augenblicklich in ihr versinken könnt. Gefechte zwischen Rebellen und Drogenmafia, eine plötzliche Bedrohung aus der Luft durch ein Flugzeug oder ein Hinterhalt im Herzen des Dschungels – hier passiert ständig etwas, eure Schritte wollen also gut überlegt sein. Und mit unzähligen sammelbaren Upgrades, Story-Schnipseln, Ressourcen und Waffen-Mods warten auch genügend Belohnungen auf erkundungsfreudige Spieler.

Im Schutze der Nacht

Ihr verabredet euch mit drei anderen menschlichen Spielern, um im Koop-Modus eine Mission in Angriff zu nehmen. Der Auftrag: Eine lokale private Insel infiltrieren, auf der sich die Gangster von ihrem harten Alltag erholen. Nur ein bestimmter Gast ist von besonderem Interesse für euch. Fangt ihn möglichst unauffällig, um anschließend mit dem Verhör zu beginnen. Dank Voice-Chat ist eine strategische Vorgehensweise schnell organisiert. So wird vereinbart, den Zugriff im Schutze der Nacht via Schnellboot durchzuführen. Und weil die Zielperson, falls sie die Möglichkeit dazu hat, vermutlich versuchen wird, mit dem Hubschrauber zu türmen, soll ein Mitglied der Truppe dort Wache stehen; die restlichen Soldaten infiltrieren derweil das Anwesen, wo eine rauschende Party steigt.

Um das Ziel zu erreichen, bewirkt ein raffiniertes Ablenkungsmanöver eines Kollegen zum richtigen Zeitpunkt, dass plötzlich der Weg frei ist. Schnell die gesuchte Person überwältigt, um mit ihr umgehend die Insel wieder zu verlassen und die Mission erfolgreich abzuschließen. War fast ein Spaziergang? Nun, dank der guten Vorarbeit wurden das Risiko eben minimiert. Und manchmal ist es eben besser, eine gut durchdachte Strategie umzusetzen, als die direkte Konfrontation zu suchen. Allerdings funktionieren solche Aktionen lediglich im kooperativen Multiplayer reibungslos, auf den das Spiel offensichtlich ausgelegt ist. Zwar können diese Aufgaben auch mit KI-Kollegen durchgeführt werden, doch taktischer Tiefgang ist dann nicht zu erwarten. Wer dagegen mit Freunden spielt, holt das Maximum aus Ghost Recon Wildlands heraus.

Die Wahl der Waffen

Die komplexe Steuerung funktioniert mit dem DualShock-4-Controller tadellos. Zwar braucht es eine kurze Eingewöhnungszeit, bis all die unterschiedlichen Sichtmodi, diverse Gadgets und die gewünschten Einstellung der Feuerrate verinnerlicht sind, doch bereits nach den ersten Einsätzen sitzt es. Dabei entzückt der Shooter regelmäßig mit malerischen Panoramen, die dieses Open-World-Abenteuer auch atmosphärisch in die Oberliga katapultiert. Und während das Spiel bereits auf der PS4 eine sehr gute Figur macht, glänzt es dank der Power der PS4 Pro hier noch ein wenig mehr.

Am wichtigsten sind jedoch die spielerischen Möglichkeiten, die hier zu finden sind. Entwickelt euren eigenen Plan, den mächtigen Despoten zu stürzen und erlebt dabei eure ganz persönliche Geschichte. Eine Welt, die von den oftmals unterschiedlichen Erfahrungen lebt, die dann mit anderen Spielern diskutiert werden, um die jeweilige Vorgehensweise und ihre Folgen zu hören. Und im Anschluss findet sich womöglich gleich wieder ein Termin, um gemeinsam bald wieder auf die Jagd zu gehen. Denn das Böse in Ghost Recon Wildlands schläft nicht!