Matterfall: Wenn Materie Amok läuft

Bei dem actionreichen und verdammt schnellen Retro-Plattformer Matterfall von den Super Stardust-Machern kommt garantiert keine Langeweile auf!

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Veröffentlicht am 31. Dezember 2017 von Daniel Meyer

Großartige Neuigkeiten: Die klügsten Köpfe der Welt haben es geschafft die Energieprobleme der Menschheit aus der Welt zu schaffen! Diese haben den Durchbruch errungen und die neue und mysteriöse Substanz, welche den Namen Smart Matter trägt, nutzbar gemacht. Aber wie könnte es an dieser Stelle anders sein, so kommt dieser Geniestreich auch mit einem kleinen Haken daher. Um genau zu sein tritt dieser bei einem Militärexperiment auf, das alles andere als nach Plan verläuft. Das Ergebnis kommt mit Weltuntergangsstimmung daher, denn die Materie läuft Amok. Und wir müssen in der Haut von Avalon Darrow ran, um die Welt mal wieder zu retten – typisch!

Ein bisschen Retro und ’ne Menge Action

Der Entwickler hinter Matterfall ist niemand anderes als Housemarque. Wer diesen immerhin schon 22-Jahre alten Entwickler kennt wird wissen, dass mit Matterfall ohne Frage ein rasantes Actionspiel zu erwarten ist. Immerhin hat sich die Spieleschmiede insbesondere auf Games mit einem ordentlichen Hauch Retro und eine enormen Dosis Action spezialisiert, wozu unter anderen Spiele wie Resogun, Alienation und die Super Stardust-Titel zählen. Auch an diesem soliden Konzept ändert sich dem neuesten Titel nicht viel – zumindest im groben.

Mit Matterfall bekommt ihr es mit einem rasanten Twinstick Action Plattformer zu tun, bei dem es eine oberste Regel gibt: Wer stehen bleibt, der verliert. Tatsächlich lebt der Titel insbesondere durch sein schnelles Gameplay. So müsst ihr euch in eurer Powersuit durch die zahlreichen Level bewegen und bekommt es hier mit zahllosen Gegnern zu tun.

Diese sind sogar derart präsent, dass man den Titel fast schon als Bullet Hell-Ableger bezeichnen kann. Bei der Fülle an Gegnern, die kaum einen freien Platz auf dem Bildschirm lassen, ist langes Verschnaufen eher selten. Viel mehr gilt es hier das Dauerfeuer zu aktivieren und vor allem das Richtige Timing zu finden den feindlichen Projektilen auszuweichen.

Tempo, Tempo, Tempo!

Eure Daumen werdet ihr übrigens stets auf den beiden Sticks eures Gamepads platziert halten müssen, während ihr durch die 2D-Side Scrolling Level navigiert. Zum Springen und Schießen kommen hingegen die Schultertasten zum Einsatz, sowie die besonders wichtige Fähigkeit des Dashs. Dabei sprintet ihr mit rasantem Speed ein paar Meter in eine gewünschte Richtung und werdet derweil von einem Schutzschild umgeben. Dies ist in zweierlei Hinsicht praktisch: Nicht nur seit ihr während des Dashs unverwundbar und könnt euch so beispielsweise durch eine Salve feindlicher Projektile bewegen, auch werden Feinde die vom Schild getroffen werden kurzfristig betäubt.

Ihr merkt schon, in Matterfall bekommt ihr es mit einem hohen Pacing zu tun und insbesondere eure Reflexe werden hier auf die Probe gestellt. Aber natürlich gibt es auch abseits des Geballers noch einiges zu tun. So gilt es in den verschiedenen Leveln, an deren Ende übrigens stets ein Endboss wartet, auch überlebende Zivilisten zu retten. Diese sind an abgelegenen Winkeln der Level versteckt, aber das Suchen und Retten dieser kann sich für euch mitunter lohnen.

Als Belohnung für eure Heldentat erhaltet ihr hier neue und starke Sekundär-Waffen, mit denen ihr euren Zielen ordentlich einheizen könnt. Neben unter anderen Granaten und wärmesuchenden Raketen warten hier zudem auch so manche Verbesserungen freigeschaltet zu werden, mit denen ihr euch noch besser auf bestimmte Feinde einstellen könnt.

Schnell, actionreich und effektvoll inszeniert

Wenn euch die Winterpause etwas zusetzen sollte, so könnte sich ein Blick auf Matterfall vielleicht lohnen. Gemäß der Historie des Studios Housemarque, bekommt ihr es hier mit einem Side Scroller der alten Schule zu tun, der nicht nur im Gameplay zu bestechen weiß, sondern auch optisch mehr als solide daherkommt. Ein Spektakel aus Neon-farbigen Explosionen. eindrucksvollen Lichteffekten und insbesondere grandiosen Partikeleffekten sind zwar eindrucksvoll, stellen aber nicht den Kern des Games wieder. Denn wirklich punkten kann Matterfall durch das rasante Spielprinzip, bei dem ihr nicht eine Sekunde der Pause bekommt und stets anspruchsvoll gefordert werdet.

Solltet ihr Lust auf Matterfall bekommen haben, so bietet sich der Wechsel zwischen den Jahren als der perfekte Zeitpunkt an. Denn bis zum 20. Januar ist der Titel im PlayStation Store für PlayStation Plus-Mitglieder um 60 Prozent vergünstigt zu ergattern. Statt 19,99 Euro zahlt ihr hier für den Titel, der erst vergangenen August veröffentlicht wurde, nur noch 7,99 Euro. Seid ihr bereit die Welt zu retten?

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