Nex Machina – Explosive Oldschool-Ballerorgie

Voxel-Explosionen, bunte Farben und viel Action!

post img
Veröffentlicht am 27. August 2017 von Lukas Urban

Housemarque, das Entwicklerstudio hinter dem vor Kurzem erschienenen Nex Machina, als Twin-Stick-Shooter-Experten zu bezeichnen ist schon fast eine Untertreibung. Das Team aus Finnland liefert seit Jahren beste Arcade-Actionkost für PlayStation-Plattformen – vom PS4-Launchtitel Resogun über den Zombie-Shooter Dead Nation und das bunte Super Stardust Ultra (auch als Version für PlayStation VR) bis hin zum Sidescroller Matterfall.

Nex Machina ist bis zum 6. September im Digital Zone-Sale des PlayStation Store zum rabattierten Preis von 13,99 Euro erhältlich (statt 19,99 Euro – eine Ersparnis von 30 %). PlayStation Plus-Mitglieder sparen zusätzlich 10 %.

Nex Machina

Oldschool

Mit Nex Machina (zu Deutsch: Todesmaschine) schließt sich in gewisser Weise ein Kreis. Insbesondere Dead Nation, Alienation und Resogun sind vom Werk des amerikanischen Spieldesigners Eugene Jarvis geprägt. Jarvis entwickelte unter anderem die Klassiker Defender, Robotron und Smash TV für Williams Electronics – allesamt große Inspirationsquellen für das Team von Housemarque. Vor allem Resogun kann als „geistiger Nachfolger“ von Defender bezeichnet werden. Eben dieser legendäre Eugene Jarvis war als Berater maßgeblich an Nex Machina beteiligt! Diese Kooperation resultiert in dem wohl explosivsten, buntesten und actionreichsten Twin-Stick-Shooter, den Housemarque bisher geschaffen hat.

Nex Machina

Auslaufmodell Mensch

Spätestens seit den Terminator-Filmen wissen wir, dass das Zusammenleben von Maschinen und Menschen nicht ohne Probleme verläuft. So auch in der Welt von Nex Machina. Weil sich die Menschheit immer abhängiger von Technologien machte, gehören die einfachen Staubsaugerroboter der Vergangenheit an. Die Maschinen wurden immer komplexer und entwickelten sich von einfachen Werkzeugen über Arbeitskräfte bis hin zu eigenen Wesen, die sogar Gefühle empfinden können. Wenig verwunderlich, dass sich irgendwann die Frage stellt, wozu die mittlerweile unterlegene Menschheit eigentlich noch zu gebrauchen ist. Die Antwort fällt wie erwartet aus und der Aufstand der Maschinen ist nicht mehr aufzuhalten.

Nex Machina

Keep it simple, stupid

Hier kommt ihr als schwer bewaffneter Held ins Spiel – und werdet auch sofort mit einem Actionfeuerwerk empfangen, das sich gewaschen hat. Aus allen Himmelsrichtungen strömen böse Roboter, die mit einem eigentlich recht simplen Steuerungsprinzip ausgeschaltet werden müssen. Mit dem linken Analogstick lauft ihr, mit dem rechten zielt ihr auf die rebellierenden Maschinen. Dazu kommen noch zwei Knöpfe für Sprinten und für die Spezialwaffe – das war’s auch schon. Dieses wunderbar simple Konzept entwickelt schon bald einen Sog, dem ihr euch nur schwer entziehen könnt.

Nicht nur dass ihr mit bunt blinkender Munition auf farbenfrohe Gegner ballert, die reihenweise in Voxeleplosionen vom Angesicht der Erde gefegt werden – ihr werdet nach jedem erfolgreich gemeisterten Areal wie eine Flipperkugel ins nächste geschleudert. Jedes Level ist in mehrere kleinere Gebiete unterteilt, die ihr nacheinander meistern müsst, wodurch richtiges Arcade-Feeling aufkommt – mit zeitgemäßer Optik versteht sich. Und obwohl die Abschnitte relativ klein sind, könnt ihr in jeder Ecke optionale Geheimnisse entdecken, wenn ihr nicht nur die Gegner, sondern auch die Umgebung fachgerecht zerlegt. Hinter Säulen oder seltsamen Gesteinsformationen könnt ihr sogar Eingänge zu Bonusleveln finden – Neugier macht sich bezahlt!

Doch einfach nur Roboter zu Altmetall zu verarbeiten wäre doch viel zu simpel. Deshalb könnt ihr auch Menschen retten, die sich manchmal schon in den Fängen der Roboter befinden – dafür gibt‘s wie bei so vielen Aktionen in Nex Machina einen Punktebonus. Verkomplizierend kommt hinzu, dass die Level von Laserbarrieren durchzogen sind, die bei Berührung zum virtuellen Tod führen. Diese können allerdings überwunden werden, indem ihr die temporäre Unverwundbarkeit während eines Sprints geschickt ausnutzt.

Nex Machina

Zusammen stärker in Nex Machina

Ebenfalls herrlich oldschool ist der lokale Koop-Modus, der euch zusammen mit einem zweiten Spieler oder einer Spielerin auf der Couch auf Roboterjagd gehen lässt. Hier ist gute Kommunikation und Koordination gefragt, denn wenn ein Spieler den Löffel abgibt, muss der zweite das Level alleine abschließen. Wenn ihr dachtet, dass das Voxelchaos schon im Einzelspielermodus beeindruckend ist, dann könnt ihr auch etwas gefasst machen, wenn ihr den Gegnerhorden zu zweit zeigt, wo der Hammer hängt.

Nex Machina

Highscore-Jagd

Für alle, die auch abseits der Standard Arcade- und Level-Modi nach Herausforderungen suchen, hat Housemarque die Saison-Struktur parat. In diesen festgelegten Zeiträumen habt ihr die Gelegenheit, Ränge, Erfahrungspunkte sowie Season Coins zu verdienen und eure Highscores mit Spielern aus aller Welt zu vergleichen. Besondere Herausforderungen können beispielsweise daraus bestehen, dass das Spiel doppelt so schnell abläuft und ihr dementsprechend auch schneller reagieren müsst. Wenn ihr nach neuen Spielstrategien sucht, um eure eigenen Punktezahlen in die Höhe zu schrauben, könnt ihr mithilfe des Replay-Systems auf den globalen Leaderboards einen Spieldurchgang auswählen und die gewünschte Aufzeichnung ansehen.

Wie hat dir der Beitrag gefallen?